24-Stunden-Übung

Im Jahre 2003 veranstaltete die Jugendfeuerwehr Worfelden gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Mörfelden eine 24 stündige Übung. Die Jugendlichen aus hatten so die Möglichkeit, einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr zu bekommen, indem sie kleine und größere gestellte Einsätze zu lösen hatten, und auch die anderen Aufgaben die Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen zu bewältigen hatten.
Untergebracht waren die Teilnehmer der Übung im Feuerwehrgerätehaus der Feuerwehr Mörfelden, wo die Jugendlichen eine Schlafgelegenheit hatten und auch gemeinsam mit den Betreuern grillten. Auch zwischen den einzelnen Einsätzen war eine Menge Spaß garantiert.

Gleich nach der Ankunft in Mörfelden wurden erste Kontakte mit der anderen Feuerwehr geknüpft, und die Jugendlichen rätselten welche Aufgaben sie zu bewältigen haben könnten.
Nach dem Einrichten der Schlaflager und dem Kennenlernen der neuen Heimat für die nächsten 24 Stunden, warteten die ca. 30 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehren auf ihren ersten Einsatzbefehl.
Die Jugendfeuerwehr hat sich versammelt

Abb.: Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr vor dem ersten
Einsatz. Klick vergrößert

Als es dann endlich hieß "Einsatz", waren alle hellwach und konnten es kaum erwarten, ihren ersten Einsatz im Feuerwehrleben zu absolvieren. Alle freuten sich, endlich mal ein Feuer löschen zu können. Als sich dann rausstellte, das es sich lediglich um einen PKW handelte, der auf dem Dach lag und wieder umgedreht werden sollte, waren einige lange Gesichter zu sehen. Diese verschwanden aber auch genauso schnell, wie sie gekommen sind, da jeder einmal mit den Hebekissen arbeiten durfte, und somit quasi ein Auto mit "zwei" Fingern wieder aufrichten konnte. Der Einsatz endete jedoch erst, nachdem die Jugendlichen die Straße von Scherben gereinigt hatten. Als die Gruppe dann wieder im
4 Feuerwehrmänner sind voll konzentriert bei der Arbeit

Abb.: Fleißige Feuerwehrmänner bedienen
die Geräte. Klick vergrößert

Gerätehaus war und die Fahrzeuge wieder Einsatzbereit gemacht hatte, wurden die Würstchen und Steaks ausgepackt und erst mal eine kleine Pause eingelegt um sich zu stärken. Nach dem Essen lernte der Nachwuchs die Technik auf den Fahrzeugen, die sie noch nicht benutzt hatten und von der sie zum Teil auch noch nichts gehört hatten, näher kennen, um bei den nächsten Einsätzen - die jederzeit kommen konnten - mit allem arbeiten zu können. Natürlich ist es auch von großer Bedeutung, zu wissen, wo welche Gerätschaften auf den Feuerwehrautos verladen sind, um sie im Erstfalle schnell zu finden.

Nach einem Fehlarlam im Industriegebiet von Mörfelden und einem leckeren Abendessen konnten die Jugendlichen dann endlich ihre Freizeit genießen. Einige machten ein Filmabend, andere spielten Gesellschaftsspiele, und wieder andere gingen lieber gleich ins Bett.

Als alle im Bett waren und sich die entspannte Nachtruhe über den Platz legte, war es wieder soweit. Der Gong ertönte, alle sprangen aus dem Bett, zogen sich an, sprangen in die Autos und fuhren zur Einsatzstelle. Nach einer Erkundung der Lage stand dann zur Enttäuschung der Jugendlichen fest, dass es sich erneut um einen Fehlalarm handelte.

Wieder am Gerätehaus angekommen konnte keiner wieder ins Bett gehen und schlafen. Also wurde mit den Betreuern, die mittlerweile sehr müde waren, noch ein wenig rumgeflachst. Nachdem die Mädels und Jungs nach und nach wieder im Bett waren durften sie knapp zwei Stunden schlafen bis sie der Gong wieder weckte.
lichterloh brennender Holzhaufen

Abb.: Diese und andere gefährliche Situationen haben die
Jugendfeuerwehren souverän gemeistert. Klick vergrößert


Diesmal mussten unsere Tapferen Mitglieder der Jugendfeuerwehren eine vermisste Person im dunklen Wald finden. Nachdem die Einsatzstelle erreicht war konnte die Suche beginnen. Als die Mitglieder beider Feuerwehren fündig wurden, durften sie wieder in ihr Bett und bis morgens schlafen.
Noch vor dem Frühstück mussten die Jugendlichen dann noch ein Holzhaufen im Hof der Feuerwehr löschen. Dies bereitete den Jugendlichen natürlich besonders viel Spaß, da die Jungen und Mädchen ja in die Feuerwehr gehen, um Feuer zu löschen.

Nach dem Frühstück, was sich alle redlich verdient hatten, stand nun das Packen auf dem Plan, da die 24 Stunden schon bald vorüber waren. Schließlich kamen alle Jugendlichen daheim an - vielleicht um eine Erfahrung reicher, mindestens aber ziemlich erschöpft und zufrieden.